
BN: Neues Jagdgesetz erschwert wichtigen Waldumbau
n-tv
Der Bund Naturschutz sieht den Waldumbau in Bayern in Gefahr. Grund dafür sind die von der Staatsregierung vorgesehenen Änderungen im bayerischen Jagdgesetz.
München (dpa/lby) - Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern bekräftigt seine Kritik an der geplanten Jagdgesetz-Novelle im Freistaat. "Wenn die Reform so umgesetzt wird, wäre das ein schwarzer Tag für den Wald in Bayern", sagte der BN-Ehrenvorsitzende Hubert Weiger. Der dringend notwendige Schutz des Waldes würde zugunsten der Jagd geschwächt werden.
Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatten am Dienstag nach langem Koalitionsstreit einen Kompromiss bei der vorgesehenen Gesetzesreform präsentiert. Der beinhaltet Lockerungen bei der behördlichen Abschussplanung. Diese gibt vor, wie viel Rehwild geschossen werden muss, um Wälder vor zu viel Wildverbiss zu schützen. Jägern und Grundbesitzern soll künftig mehr Eigenverantwortung gewährt werden, die Abschussplanung aber als Grundlage bestehen bleiben.
Weiger zufolge findet die teilweise Abschaffung der Abschusspläne unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung statt und geht letztlich zulasten des Gemeinwohls und vor allem der kleinen Waldbesitzer. Deren Interessen dürften vielerorts auf der Strecke bleiben, fürchtet der BN. In bisher rot gekennzeichneten Waldgebieten werde schon jetzt zu wenig geschossen und es gebe dort viele Bissschäden an Bäumen.
