
Berlin als Chaos-Stadt? Giffey kontert Kritik aus Bayern
Die Welt
CSU-Chef Markus Söder hatte Berlin vorgeworfen, zu einer „Chaos-Stadt“ zu werden. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey bestreitet das und wirft der Union vor, die Hauptstadt schlechtzureden. Berlins Schulsenatorin, eine ehemalige Lehrerin, sieht kein Integrationsproblem.
Berlins Regierungschefin Franziska Giffey wehrt sich gegen die Kritik von CSU-Chef Markus Söder, Berlin entwickle sich zu einer Chaos-Stadt. „Wenn in einer fast Vier-Millionen-Metropole 145 Chaoten Mist bauen, kann man nicht daraus folgern, dass alle anderen Einwohner hier auch Chaoten sind“, sagte die SPD-Politikerin der „Berliner Zeitung“ (Samstag). „Auch Bayern hat vor der eigenen Tür einiges zu kehren, zum Beispiel in Sachen Reichsbürgertum. Ich gebe Herrn Söder ja auch keine Ratschläge.“
In der Nacht zum Neujahrstag waren in mehreren deutschen Städten Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz angegriffen worden, unter anderem mit Böllern und Raketen. Besonders heftig waren die Attacken in einigen Vierteln von Berlin. Söder sagte nach den Ausschreitungen: „Berlin entwickelt sich leider zu einer Chaos-Stadt – beginnend bei der Politik, die weder Wahlen organisieren noch die Sicherheit ihrer Bürger garantieren kann.“ Auch CDU-Chef Friedrich Merz hatte im „Münchner Merkur“ Kritik an der Berliner Landesregierung geäußert.

Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











