
Behörden wollen aggressive Ameisenart stärker bekämpfen
n-tv
Im Südwesten Deutschlands breitet sich eine invasive Ameisenart aus. Nun wollen die Behörden stärker gegen die Krabbeltiere aus dem Mittelmeer vorgehen. Im Gespräch sind auch vorbeugende Maßnahmen.
Der Kampf gegen die einschleppte Ameisenart Tapinoma magnum und andere Invasiv-Arten soll nach dem Willen der Umweltminister Baden-Württembergs und anderer Länder ausgeweitet werden. Um besser reagieren zu können, streben sie für Deutschland eine Extra-Liste sogenannter invasiver gebietsfremder Arten an, wie das Landesumweltministerium in Stuttgart auf Anfrage mitteilte.
Mit einer "nationalen Liste" des Bundes könnten Behörden auch vorbeugend handeln. Dabei soll etwa verhindert werden, dass die aggressiven Ameisen in der Erde von Mittelmeerpflanzen eingeschleppt werden, wie eine Ministeriumssprecherin berichtete. Die badische Grenzstadt Kehl, die als ein Hotspot der Ameisenplage gilt, fordert seit Längerem, aus dem Mittelmeerraum kommende Pflanzenballen systematisch zu kontrollieren.
