
Bahn experimentiert mit neuer Auslastungsanzeige
n-tv
Im Berufsverkehr landet keiner gerne im vollsten S-Bahn-Waggon. Dagegen setzt die Bahn in Berlin und Hamburg auf eine neuartige Auslastungsanzeige. Mit Lichtschranken und künstlicher Intelligenz übermittelt das System an Apps und Anzeigetafeln, in welchen Wagen noch Platz ist.
Ist ein Wagen voll, färbt er sich an der Auslastungsanzeige rot - der Fahrgast kann sich früh einen anderen Einstiegsplatz suchen. An den meisten S-Bahnstationen in Hamburg ist das schon möglich. Bei der Bahntochter S-Bahn Hamburg gibt es die Hoffnung, dass sich ihr System "DB Lightgate", das inzwischen Künstliche Intelligenz nutzt, in Deutschland durchsetzen wird. Daran gibt es aber auch Zweifel.
Die Funktionsweise des Hamburger Systems lässt sich wie folgt erklären: Die Deutsche Bahn installiert zunächst an Bahnhöfen auf beiden Seiten der Gleise Lichtschranken. Diese messen, wie viel Licht durch die Fenster der ein- und ausfahrenden Züge strömt. Die Technik basiert auf dem Prinzip, dass bei steigender Fahrgastanzahl weniger Licht durch die Fenster scheint.
