
Ausländer fliehen aus Chinas Aktienmärkten
n-tv
Chinas Börsen stehen unter erheblichem Druck. Vor allem Tech-Titel verlieren deutlich. Der Grund: Präsident Xi hat seine Macht zementiert und potenzielle Widersacher kaltgestellt.
Chinas Aktienbörsen verdauen den Kurssturz, den sie am gestrigen Montag erlitten hatten. Die Leitindizes in Shanghai und Hongkong gingen heute immerhin kaum verändert aus dem Handel - zum Wochenauftakt waren sie in die Tiefe gerauscht. In Zahlen ausgedrückt: Der Hang Seng in Hongkong hatte 6,4 Prozent an Wert verloren und damit den heftigsten Tagesverlust seit der globalen Finanzkrise 2008 verzeichnet. Für den Shanghai-Composite ging es zwei Prozent nach unten.
Beide Indizes hatten in diesem Jahr bereits kräftig eingebüßt. In Shanghai ging es bisher mehr als 18 Prozent nach unten, in Hong Kong rund 35 Prozent. Der Grund für den jüngsten Kursrutsch: Staats- und Parteichef Xi Jinping hat seine Macht zementiert und potenzielle Gegner durch Loyalisten ersetzt. Das deutet darauf hin, dass Xi seine ideologiegetriebene Politik auf Kosten des Wirtschaftswachstums fortsetzen wird.
Vor allem Ausländer trennen sich deshalb von chinesischen Aktien. Am Montag verkauften sie dem Finanzportal Bloomberg zufolge auf dem Festland gehandelte Papiere im Wert von umgerechnet netto 2,5 Milliarden Dollar - das ist die höchste Summe seit dem Beginn der Datenerhebung 2016.
