
Ausgesetzte Tiere in Thüringen – Problem mit vielen Facetten
n-tv
Katzen, Kaninchen oder Achatschnecken: In Thüringen werden Tiere immer wieder von ihren Haltern ausgesetzt. Effektive Gegenmaßnahmen sind schwierig.
Erfurt/Weimar/Gera/Suhl (dpa/th) - In Thüringen werden immer wieder Haustiere ausgesetzt, mit deutlichen regionalen Unterschieden: Im Tierheim Gera etwa konnten im vergangenen Jahr von 228 Fundtieren keine Halter ermittelt werden, darunter 150 Katzen. In anderen Städten wie Weimar oder Suhl bleibt das Problem deutlich kleiner, landesweit fehlen jedoch belastbare Zahlen.
Neben Katzen und Kleintieren wurden im Freistaat auch Schildkröten, Achatschnecken, Reptilien, Spinnen oder ein Lamm sich selbst überlassen. Im Tierheim der Stadtwerke Erfurt gingen einer Sprecherin zufolge im vergangenen Jahr etwa 120 ausgesetzte Tiere ein - auch hier machten Katzen etwa die Hälfte aus.
In anderen Kommunen scheint die Lage deutlich entspannter: "Das Problem ist nicht groß, es werden kaum Tiere ausgesetzt", sagte Weimars Stadtsprecher Andy Faupel. In diesem Jahr hätten bei einem Hund und zwölf Katzen keine Halter ermittelt werden können. In Suhl waren es einem Sprecher zufolge in den vergangenen Jahren lediglich zwei Schildkröten.
