"Aus der Ferne hab ich gedacht, das ist aber ein großer Stein"
Süddeutsche Zeitung
Vor 100 Jahren lebten Habichtskäuze noch in Bayerns Wäldern, dann wurden sie ausgerottet. Nun wurde erstmal wieder ein Tiere außerhalb der Parks gesichtet - die erste Begegnung war allerdings eher traurig.
Im Nationalpark Bayerischer Wald leben viele sehr seltene Tiere. Der Habichtskauz (Strix uralensis) ist ein Paradebeispiel dafür. Die Eulenart, die bis zu 60 Zentimeter groß werden kann und vor allem Mäuse jagt, war im Bayerischen Wald einst weit verbreitet, wurde dort aber in den Zwanzigerjahren ausgerottet. Inzwischen lebt im Nationalpark wieder eine kleine Population. Sie geht zurück auf Wiederansiedlungen in den Siebzigerjahren. Jetzt hat erstmals im Staatswald ein Habichtskauz-Paar gebrütet. Aus Sicht des Vize-Chefs des Nationalparks, Jörg Müller, ist das ein toller Erfolg. "Die Brut zeigt nicht nur, dass der Habichtskauz inzwischen auch Wälder außerhalb des Nationalparks besiedelt", sagt Müller, "sondern vor allem, dass sich extrem seltene Arten sogar in Wirtschaftswäldern wohlfühlen können." Der Staatswald mit dem Habichtskauz-Nest liegt nahe dem Ort Klingenbrunn und wird von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) betreut.More Related News
