
Assange verliert ecuadorianischen Pass
Die Welt
Einst hatte Ecuador Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl und seine Staatsbürgerschaft gewährt. Jetzt ist der in Großbritannien inhaftierte gebürtige Australier beides los. Sein Anwalt hält den Vorgang für eine Farce.
Ein Gericht hat dem Wikileaks-Gründer Julian Assange die ecuadorianische Staatsbürgerschaft entzogen. Bei der Verleihung der Staatsbürgerschaft an den gebürtigen Australier 2017 seien verwaltungsrechtliche Fehler gemacht worden, berichtete die Zeitung „El Comercio“ am Dienstag unter Berufung auf ein Verwaltungsgericht in der Hauptstadt Quito. Das ecuadorianische Außenministerium teilte der Nachrichtenagentur AP mit, das Gericht sei „unabhängig vorgegangen“. Assanges Anwalt Carlos Poveda kündigte an, Rechtsmittel gegen die erstinstanzliche Entscheidung einzulegen. Die Entscheidung sei ohne einen gerechten Prozess getroffen worden, sagte Poveda gegenüber AP. Assange habe dabei nicht vor Gericht erscheinen dürfen. „An dem Datum, an dem (Assange) vorgeladen wurde, war er seiner Freiheit beraubt und mit einer gesundheitlichen Krise in dem Freiheitsberaubungszentrum, in dem er festgehalten wurde“, sagte Poveda.More Related News

Metallpresse und blutgetränkte Seile – Jetzt zeigt sich das ganze Ausmaß des syrischen Foltersystems
Im berüchtigten Gefängnis Saidnaja in Damaskus ließ Syriens Diktator Assad systematisch politische Gegner foltern und ermorden. Nach dem Sturz des Regimes gehen schreckliche Bilder aus den unterirdischen Trakten um die Welt. Überlebenden und Angehörigen bleibt nun eine Hoffnung.












