
Arbeiten für LNG-Terminal beginnen nächste Woche
n-tv
Mit Flüssigerdgas soll Deutschlands Abhängigkeit von russischem Erdgas verringert werden. Übergangsweise bräuchte es für die Anlandung schwimmende Terminals, etwa in Wilhelmshaven. In Kürze sollen nun Arbeiten beginnen - und es ist dort noch mehr geplant.
Wilhelmshaven (dpa/lni) - Die Realisierung eines schwimmenden Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven rückt näher: Am Donnerstag kommender Woche (5. Mai) sollen im Beisein von Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die ersten Arbeiten an dem künftigen Standort, einem bestehenden rund zwei Kilometer langen Anleger nahe dem Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port, beginnen, wie ein Sprecher des Energieministeriums in Hannover am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtete.
An der sogenannten Umschlaganlage Vosslapper Groden, an der bislang chemische Güter angelandet werden, soll in den kommenden Monaten eine schwimmende Anlande- und Speicherplattformen, eine sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU) andocken, an der dann Tanker festmachen können, die LNG liefern. Dafür muss der Anleger aber noch ertüchtigt werden. Am Donnerstag soll dafür der erste Rammschlag fallen. Spätestens ab Anfang 2023 soll mit dem LNG-Import über Wilhelmshaven begonnen werden.
Lies und Habeck wollen nach Angaben des Energieministeriums in Hannover eine Vereinbarung über den Standort der FSRU in Wilhelmshaven unterzeichnen. Um unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden, will die Bundesregierung kurzfristig drei dieser schwimmenden Importterminals, die über eine Kapazität von 9 bis 10 Milliarden Kubikmeter verfügen, in Deutschland installieren.
