
Anleitungen zu Terroranschlägen in Dresdner Telegram-Gruppe geteilt
Die Welt
Mitglieder einer Telegram-Gruppe planten Mordanschläge gegen den sächsischen Ministerpräsidenten. Nun hat das ZDF recherchiert: In derselben Gruppe kursierten auch Anleitungen zu Terroranschlägen. Die Spur führt zu US-Neonazis.
In der radikalen Telegram-Gruppe „Dresden Offline-Vernetzung“ sollen Anleitungen für Terroranschläge und Überfälle sowie zur Sprengstoffbeschaffung geteilt worden sein. Involviert sei ein Neonazi-Netzwerk aus den USA, wie das ZDF-Magazin „frontal“ berichtet. Zuvor war bekannt geworden, dass Mitglieder der Telegram-Gruppe Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer geschmiedet hatten.
Den Recherchen zufolge kooperierte „Dresden Offline-Vernetzung“ mit dem US-amerikanischen Neonazi-Netzwerk „MZWNEWS“ von Holocaustleugner John de Nugent. Das belegen Audiochats und Screenshots, die der ZDF-Redaktion „frontal“ vorliegen. Das Netzwerk um de Nugent forderte demnach deutsche Telegram-Nutzer auf, militante Widerstandszellen zu gründen.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












