
Amtliche Angaben falsch – Berliner Wähler wurden nachweislich heimgeschickt
Die Welt
Am 26. September wurde in der Hauptstadt teilweise bis nach 20 Uhr gewählt. Trotzdem mussten Wahlberechtigte laut internen Unterlagen „nach Hause geschickt werden“. Die Verantwortlichen erzählen der Öffentlichkeit das Gegenteil.
Noch immer ist unklar, ob die Chaos-Wahlen vom 26. September in Berlin ein Nachspiel haben. Einer der vielen Mängel war, dass nicht alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben konnten und unverrichteter Dinge aus dem Wahllokal abziehen mussten.
Für die betreffenden Bezirkswahlausschüsse ist die Sache klar: Es liegen keine derart gravierenden Mängel vor, dass Wahlen wiederholt werden müssen. Die Bezirkswahlleiterin von Pankow sagte, sie habe keine Hinweise gefunden, „dass ein Wahlvorstand gesagt hätte: Stimmzettel aus, gehen Sie nach Haus.“

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












