
Als die Sowjet-Fahne über dem Reichstag wehte
n-tv
Es ist eins der berühmtesten Bilder des Zweiten Weltkriegs: Ein Soldat der Roten Armee befestigt auf dem Berliner Reichstag die Flagge der Sowjetunion. Es steht ikonisch für das Ende des Krieges. 80 Jahre nach seiner Entstehung ranken sich viele Mythen um das Foto. Doch was hat sich im Mai 1945 wirklich zugetragen?
Am 2. Mai 1945 hat der sowjetisch-jüdische Kriegsfotograf Jewgeni Chaldej eine Mission. Er will als Erster die Flagge der Sowjetunion auf dem deutschen Reichstag in Berlin fotografieren. Es soll ein Foto werden, das den Triumph der Roten Armee über Hitler-Deutschland auf den Punkt bringt.
Mehr als 1100 Tage lang hat der aus Donezk stammende Chaldej als Fotokorrespondent der russischen Nachrichtenagentur Tass die Soldaten der Roten Armee an verschiedenen Fronten in Europa begleitet: Von Murmansk im Norden bis zur Halbinsel Krim im Süden, von Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Österreich bis nach Berlin hält er die Schlachten und Gefechte fest. Anfang Mai 1945 steht er schließlich vor dem Reichstag in Berlin.
