
Air-India-Absturz: Stimmrekorder belegt Streit der Piloten
n-tv
Ein erster Untersuchungsbericht zum Absturz einer Air-India-Boeing bestätigt frühere Gerüchte, dass die Treibstoffzufuhr kurz nach dem Start ausgeschaltet wurde. Die Auswertung des Stimmrekorders zeigt: Ein Pilot bemerkte den Fehler und fragte den Co-Piloten, warum er das getan habe.
Der Absturz einer Boeing 787 von Air India mit 260 Toten im vergangenen Monat ist einem vorläufigen Untersuchungsbericht zufolge auf ein Abschalten der Treibstoffzufuhr zu den Triebwerken zurückzuführen. Die entsprechenden Schalter seien drei Sekunden nach dem Start fast gleichzeitig auf "Aus" gestellt worden, heißt es in dem von der indischen Untersuchungsbehörde veröffentlichten Bericht. Der Dreamliner habe daraufhin sofort an Schub verloren und sei gesunken. Die Behörde sprach zunächst keine Empfehlungen gegen den Flugzeughersteller Boeing oder den Triebwerksbauer General Electric aus.
Auf den Aufnahmen des Stimmenrekorders sei zu hören, wie ein Pilot den anderen fragt, warum er die Treibstoffzufuhr unterbrochen habe, hieß es weiter. "Der andere Pilot antwortete, dass er dies nicht getan habe." Die Schalter wurden allerdings an der Absturzstelle in der "Ein"-Position vorgefunden. Dem Bericht zufolge gab es Hinweise darauf, dass beide Triebwerke vor dem Absturz aus geringer Höhe wieder gezündet wurden.
