
Abwanderung der Stahlproduktion könnte jährlich 50 Milliarden Euro kosten
n-tv
Stahl wegen geringerer Kosten im Ausland produzieren zu lassen, erscheint attraktiv. Eine Studie warnt nun jedoch vor hohen volkswirtschaftlichen Kosten, sollte es zu Versorgungsproblemen wegen Staaten wie China kommen. Und auch für die Demokratie in Deutschland soll eine Gefahr bestehen.
Eine Verlagerung der heimischen Stahlproduktion ins Ausland würde laut einer neuen Studie im Krisenfall milliardenschwere volkswirtschaftliche Verluste nach sich ziehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Mannheim, die von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde.
Demnach drohten der deutschen Wirtschaft bis zu 50 Milliarden Euro jährlicher Wertschöpfungsverlust, wenn sie ohne inländische Stahlproduktion in einen globalen "Stahlschock" geriete. Die Autoren meinen damit ein Szenario, bei dem große Stahlexporteure wie etwa China aufgrund von geopolitischen Konflikten oder Lieferkettenproblemen ihre Ausfuhren nach Europa in kurzer Zeit erheblich drosseln würden.
