
Abramowitsch klagt gegen EU-Sanktionen
n-tv
Das Gericht der Europäischen Union muss sich mit Klagen von vier russischen Oligarchen befassen. Die Unternehmer bestreiten, den Ukraine-Krieg wirtschaftlich zu stützen und fordern die Aufhebung der gegen sie verhängten EU-Sanktionen.
Der russische Milliardär Roman Abramowitsch hat vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) Klage gegen EU-Sanktionen eingereicht. Das berichtet unter anderem das "Wall Street Journal". Neben Abramowitsch klagen demnach drei weitere russische Oligarchen. Dem Bericht zufolge sehen sie ihre Rechte durch die Strafmaßnahmen verletzt und weisen die Anschuldigungen westlicher Regierungen zurück, die ihnen enge Verbindungen zum Kreml vorwerfen.
Seit Russlands Einmarsch in die Ukraine hat die EU gegen zahlreiche russische Oligarchen Sanktionen verhängt. So wurden etwa Einreiseverbote verhängt, Vermögen eingefroren oder Jachten und Privatjets beschlagnahmt. Der Westen wirft den sanktionierten russischen Milliardären vor, die Regierung von Präsident Wladimir Putin zu unterstützen.
Bei den vier Oligarchen, die vor das Gericht der Europäischen Union ziehen, handelt es sich laut "Wall Street Journal" neben Abramowitsch um Alisher Usmanow, Michail Fridman und Pjotr Awen. Sie alle haben demnach unabhängig voneinander Klagen eingereicht, in denen sie das EuG auffordern, die Strafmaßnahmen für ungültig zu erklären. Die Unterlagen seien bereits im April am EuG eingetroffen. Anhörungen seien bislang noch nicht angesetzt.
