
80 Festnahmen bei propalästinensischen Demos in Berlin
n-tv
Festnahmen, verletzte Beamte und blockierte Trams: Warum mehrere Protestaktionen gegen Israel eskalierten und was die Polizei zu den Hintergründen sagt.
Berlin (dpa/bb) - Im Zusammenhang mit mehreren propalästinensischen Demonstrationen in Berlin am Donnerstag hat die Polizei 80 Personen vorläufig festgenommen. Gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet, etwa wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Widerstands und tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. Ermittelt wird auch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, so die Polizei.
Zehn Polizeibedienstete wurden demnach bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten verletzt, konnten jedoch ihren Dienst fortsetzen. Insgesamt fertigten die Einsatzkräfte 61 Strafanzeigen und 7 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. 300 Polizisten waren im Einsatz.
Zu Ausschreitungen war es am Nachmittag und Abend bei mehreren Kundgebungen mit bis zu 800 Teilnehmern am Alexanderplatz gekommen. Die Polizei löste die Versammlung schließlich auf, nach dem sich Teilnehmer auf Straßenbahngleise setzten und den Tram-Verkehr blockierten. Laut Polizei riefen Demonstranten auch verbotene Parolen, zündeten Pyrotechnik und warfen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte.
