
2,3 Milliarden Impfdosen für ärmere Länder
n-tv
Die Liste der Beschlüsse des G7-Gipfels ist lang: Impfdosen für ärmere Länder, CO2-Reduktion und Klimaneutralität und eine globale Mindeststeuer. In der Abschlusserklärung wird zudem massive Kritik an China und Russland laut. Eine Forderung des Staatenbundes dürfte vor allem die Chinesen erzürnen.
Die G7-Staaten bekennen sich gemeinsam zu ehrgeizigen Klimazielen und streben einen härteren Kurs gegenüber China an. In der Abschlusserklärung ihres Gipfels im südenglischen Cornwall wollen sich die führenden westlichen Industrienationen nach einem Entwurf ungewöhnlich deutlich gegen unfaire Handelspraktiken, Menschenrechtsverstöße und das harte Vorgehen der chinesischen Führung in Hongkong wenden. Beim Klimaschutz wollen sie sich nach Angaben der britischen Gastgeber erstmals geschlossen hinter das Ziel der Klimaneutralität ab 2050 stellen. Das Versprechen, ärmere Länder mit Milliarden Impfdosen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen, sorgt unterdessen weiter für Kritik und Verwirrung. Der britische Premierminister Boris Johnson sprach von mehr als einer Milliarde Dosen Impfstoff über Spenden und Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax bis Juni 2022. Merkel dagegen bekräftigte, dass es um 2,3 Milliarden Dosen bis Ende 2022 gehe. Im Abschlusskommuniqué heißt es, dass es Zusagen über 870 Millionen Impfdosen gebe, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen.More Related News
