
„Ton ist unangemessen“ – CDU-Politiker rügt Melnyk nach Verbalattacke gegen Scholz
Die Welt
Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Wadephul nimmt den Bundeskanzler nach der Leberwurst-Äußerung von Melnyk in Schutz. Er wünsche sich ein angemessenes Verhalten - sagt aber auch: Scholz hätte schon längst in die Ukraine reisen sollen.
Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk steht für seinen jüngsten Angriff gegen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Kritik. „Der Ton ist unangemessen“, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionschef Johann Wadephul (CDU) dem „Redaktions Netzwerk Deutschland“.
Melnyk warf Scholz vor, er agiere bei der Frage einer Reise in die Ukraine wie eine „beleidigte Leberwurst“. „Auch in einer Sondersituation sollten sich diplomatische Repräsentanten gegenüber Regierungsvertretern angemessen verhalten,“ betonte Wadephul. Melnyks Einlassung sei auch deswegen nicht klug, weil sie nicht dafür geeignet sei, die Solidarität mit der Ukraine zu erhöhen. „Das generiert keine Unterstützung. Es nützt nicht der gemeinsamen Sache“, sagte Wadephul.

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