
„Ich suche die Spur hinter der Spur“
Die Welt
Axel Petermann hat rund 40 Jahre für die Kriminalpolizei gearbeitet. Jetzt hat der Profiler einen viel beachteten Todesfall neu aufgerollt. Ein Gespräch über FBI-Methoden, verdächtige Flecken auf Fotos und Verhaltensweisen, die alle Täter verbinden.
WELT: Sie analysieren Verhaltensmuster. Liegt dem die Prämisse zugrunde, dass alle Menschen gleich, oder zumindest ähnlich funktionieren?
Petermann: Als Profiler denken wir natürlich nicht in Schubladen, auch wenn wir gleiche Täterentscheidungen in bestimmte Verhaltenskategorien einordnen. Das Übertöten ist hier ein gutes Beispiel. An der Art, wie der Täter das Opfer zugerichtet hat, lässt sich seine enorme Emotionalität erkennen, die häufig auf eine lange angestaute Wut und Spannungen zwischen den Personen schließen lässt. In anderen Fällen sehen wir das Bestürzen des Täters über die eigene Tat.

Metallpresse und blutgetränkte Seile – Jetzt zeigt sich das ganze Ausmaß des syrischen Foltersystems
Im berüchtigten Gefängnis Saidnaja in Damaskus ließ Syriens Diktator Assad systematisch politische Gegner foltern und ermorden. Nach dem Sturz des Regimes gehen schreckliche Bilder aus den unterirdischen Trakten um die Welt. Überlebenden und Angehörigen bleibt nun eine Hoffnung.












