
„Früherer Kohle-Ausstieg ist Vertrauensbruch“
Die Welt
Einen „großen Vertrauensbruch gerade vonseiten der SPD und FDP“, nennt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den Plan der Ampel-Koalition, den Kohle-Ausstieg auf 2030 vorzuziehen. Er sieht eine „bittere Entwicklung“. Mehr im Live-Ticker.
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hat ein mögliches Vorziehen des Kohle-Ausstiegs auf das Jahr 2030 scharf kritisiert. „Das ist ein großer Vertrauensbruch gerade vonseiten der SPD und FDP“, sagte er der „Sächsischen Zeitung“: „Gute Politik zeichnet sich auch dadurch aus, Konflikte zu befrieden und Interessen auszugleichen.“
SPD, Grüne und FDP hatten sich in ihrer Sondierung für eine gemeinsame Koalition darauf verständigt, schneller aus der Kohleverstromung auszusteigen. In einem gemeinsamen Papier heißt es, idealerweise gelinge das schon bis 2030. Das Kohle-Aus ist bisher für 2038 festgeschrieben und sollte nur eventuell auf 2035 vorgezogen werden.

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