
„Es brodelt“ unter den deutschen Landwirten, sagen die Bauernvertreter
Die Welt
Schlechte Erträge und steigende Auflagen: Auch unter den deutschen Bauern wächst der Unmut. Dass man bislang nicht wie in den Niederlanden auf die Straße gegangen sei, habe laut Branchenvertretern nur mit der aktuellen Ernte-Arbeit zu tun. Doch deutsche Protestaktionen stehen unmittelbar bevor.
Nach den Bauernprotesten in den Niederlanden könnten bald auch in Deutschland wieder Landwirte in großer Zahl auf die Straße gehen. Bislang hab es nur noch keine größeren Kundgebungen gegeben, weil viele Landwirte mit der Ernte beschäftigt seien, so Anthony Robert Lee, Sprecher der Protestbewegung „Landwirtschaft verbindet Deutschland“, im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Man stehe aber unmittelbar davor, wieder zu protestieren.
„Wir werden auf jeden Fall auf die Straße gehen, und der Protest wird sehr laut. Wir wehren uns dagegen, dass man uns abschafft“, so Lee. Wo, wann und in welcher Form der Protest stattfinden soll, ließ er aber zunächst offen.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












