
„Die schlagen sich die Köpfe ein, aber dann entsteht vielleicht eine neue Gesellschaft“
Die Welt
Gescheiterte Integration, Clan-Kriminalität, Verwahrlosung: Berlin-Neukölln ist bundesweit berüchtigt. Die Integrationsbeauftragte Güner Balci sieht aber Gründe, diesen gängigen Vorstellungen zu widersprechen: Sie sieht das utopische Potenzial für eine „neue Gesellschaft“.
Berlin-Neukölln, das heißt gemeinhin: Scheitern und Schande. Der wohl prekärste Stadtteil Deutschlands, traurig berühmt. Ein Hexenkessel der Antagonismen, einem Getto gleich, ein Konglomerat aus Clan-Kriminalität, linken und rechten Radikalen, prekären ethnischen Milieus, muslimischen Clustern, abgeranzten Ecken, wenn auch im Altbaubereich der Jugendstil über allem strahlt. Für die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci aber ist das ihr „Daheim“. Hier ist sie aufgewachsen. Hier wurde sie, was sie ist: eine Bürgerin dieses Landes. „Das will ich weitergeben.“ Jedes Vorurteil, das es gebe, werde gebrochen durch Menschen, die hier leben.More Related News

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