
„Das kirchliche Arbeitsrecht ist ein Relikt der Vergangenheit“
Die Welt
Im Wahlkampf versprachen die Ampel-Parteien den Abbau von Kirchen-Privilegien im Arbeitsrecht – doch nun rudern sie zurück. Ist ihr Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) überhaupt willens, die Rechte von mehr als einer Million Beschäftigten gegen die Kirchen durchzusetzen?
Es liegt nicht gerade im Trend, Mitglied einer christlichen Kirche zu sein; der Anteil der christlich-konfessionell gebundenen Bundesbürger unterschreitet nach Experteneinschätzung schon jetzt die 50-Prozent-Grenze. Definitive Zahlen erscheinen erst im Sommer.
Trotzdem genießen die Kirchen zahlreiche Privilegien, die sie besonders gegenüber ihren Beschäftigten bei Caritas und Diakonie geltend machen. Mit weit mehr als einer Million Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kindergärten sind sie die größten privaten Arbeitgeber der Bundesrepublik.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












