
"Ich habe nie gedacht, dass ich stolz sein kann"
n-tv
Sie ist "Die Bossin" - Marina Buzunashvilli. Herrlicher Titel. Mit ntv.de spricht Buzunashvilli über ihr Buch und erzählt, wie es dazu kam.
Klein, zart und ungeschminkt kommt sie in ein Café in der Potsdamer Straße, sie hatte Termine außerhalb, deswegen zieht sie einen riesigen Rollkoffer hinter sich her, der mehr mit ihr unterwegs zu sein scheint als sie mit ihm. Aber sie ist nicht nur klein und zart, sie ist auch sehr stark. "Ich bekomme so tolle Nachrichten. Von Menschen, die sich auch wie Underdogs fühlen, die ebenfalls aus schwierigen Familienverhältnissen kommen und Träume haben", erzählt sie lächelnd. Dass andere ihr Buch lesen und ihr schreiben, das ist krass für sie: "Sie teilen ihre Geschichten mit mir, wahrscheinlich, weil ich so brutal ehrlich bin."
Besser hätte sie es sich gar nicht wünschen können, sagt sie: "Ich habe eher damit gerechnet, dass die Leute meine Geschichte gar nicht hören wollen. Es war nicht so, dass ich irgendwann aufgewacht bin und dachte, ich muss jetzt dringend ein Buch schreiben. Ich habe einen Anruf bekommen, vom Verlag. Mein Verleger kannte mich schon. Er hat mich gefragt, ob ich nicht ein Buch über meine Regeln schreiben will. Ganz ehrlich, wenn man so sein Ding macht, dann denkt man nicht täglich darüber nach, ob man 20 Regeln hat, die man eventuell weitergeben könnte. Sondern man macht einfach."

Hierzulande ist es unvorstellbar, in mindestens 90 Ländern wird es tagtäglich praktiziert: weibliche Genitalverstümmelung. Ein Chirurg macht es sich zur Aufgabe, die Genitalien betroffener Frauen zu rekonstruieren - und ihnen so ihre Würde zurückzugeben. Warum Eltern ihre Töchter verstümmeln lassen und was nötig ist, damit es aufhört.












