
Erstaufnahmeeinrichtungen in MV weiter stark belegt
n-tv
In Mecklenburg-Vorpommern kommen 2024 weniger Flüchtlinge an als in den beiden Vorjahren. Doch in den Erstaufnahmeeinrichtungen geht es weiter eng zu.
Schwerin (dpa/mv) - Trotz zuletzt rückläufiger Asylbewerberzahlen in Mecklenburg-Vorpommern hält das Innenministerium an seinen Plänen fest, die Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes aufzustocken. Wie das Ministerium auf Anfrage mitteilte, wurden Mitte Dezember die in Stern Buchholz bei Schwerin und Nostorf-Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zur Verfügung stehenden 1.210 Plätze zu 80 Prozent genutzt. Dort lebten demnach 962 Menschen.
Um Konflikte aufgrund familiärer, ethnischer, kultureller oder religiöser Unterschiede zu vermeiden, würden jedoch nicht alle Räume voll belegt. Schon bei 75 Prozent sei daher in aller Regel von einer vollen Auslastung auszugehen, hieß es. Um den Platzbedarf besser decken zu können, seien bereits 2021 in einem zusätzlichen Gebäude 43 Plätze in Betrieb genommen worden. Im Januar 2023 seien zwei weitere Gebäude mit insgesamt 180 Plätzen hinzugekommen.
Das Innenministerium verwies auf einen Kabinettsbeschluss vom März 2024, nach dem die Gesamtkapazität der Erstaufnahmeeinrichtungen auf 2.400 Plätze verdoppelt werden soll. Auf dem früheren Grenztruppen-Areal in Nostorf-Horst seien aktuell 440 Plätze vorhanden, in Stern Buchholz, wo ebenfalls eine frühere Kaserne als Flüchtlingsunterkunft dient, 770.













