
Dobrindt, Felßner und wer noch? CSU-Anwärter für Ministerien
n-tv
Wie vor jeder Wahl hat in den Parteien längst auch der interne Wettbewerb um die begehrten Ministerposten begonnen. In der CSU sind mindestens zwei Personen gesetzt - wenn sie denn wollen.
München/Berlin (dpa/lby) - Gleich zweimal hat CSU-Chef Markus Söder vor der Bundestagswahl bereits seine eigenen eisernen Regeln gebrochen: Anfang Oktober kündigte er auf dem CSU-Parteitag in Augsburg an, nach der Wahl das Landwirtschaftsministerium im Bund wieder in Zuständigkeit seiner Partei haben zu wollen. Mitte November nannte er dann sogar schon den Namen des neuen Bundesagrarministers seiner Wahl: Der bisherige Präsident des bayerischen Bauernverbandes Günther Felßner soll das Haus leiten und - so der Plan Söders - die Bauern wieder enger an CSU und CDU binden.
Neben besagtem Agrarministerium stehen dem Vernehmen nach auch die Ressorts Verteidigung, Innen, Umwelt und Wirtschaft hoch im Kurs der Christsozialen. Das in früheren Jahren auch von der CSU verantwortete Entwicklungsministerium soll dagegen kein Wunschkandidat sein. In früheren Regierungen hatte die CSU auch immer Wert auf das Verkehrsministerium gelegt. Doch seit der krachend gescheiterten Pkw-Maut - immerhin ein einstiges Prestigeprojekt der CSU - sind hier keine lauten Rufe zu hören.
Im Grunde sind es immer die gleichen Verdächtigen - abgesehen von besagtem Bauernpräsident Felßner: Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Innenpolitikerin Andrea Lindholz, die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig, die ehemalige Digitalisierungs-Staatsministerin im Kanzleramt Dorothee Bär, der sogenannte internationale Sekretär der CSU Florian Hahn und Sozialpolitikerin Emmi Zeulner. Alle finden sich auch auf den vorderen Plätzen der CSU-Liste wieder.













